Aus der Sammlung Kurt Tauber



Die Dresdener Familie Pietrucha und ihre Firma Mikrolux

 Stereo-Diaserien, Bildbänder und Projektoren produziert - Exklusiv-Dias von der Wartburg


 Bei den Kindern in der DDR standen die Abenteuer der "Teddy-Familie" hoch in Kurs. Die

 realen Plüschfiguren wurden von den Mikrolux-Fotografen im Studio oder in der freien Natur

 in Szene gesetzt. Hier eine Originalaufnahme aus der "Freiluft-Location" Sächsische Schweiz.


Geschichte der Firma Mikrolux: Enteignung - Teil 3


Am 9. Februar 1972 wurde die Firma Mikrolux "in das Volkseigentum überführt" - Enteignung auf sozialistisch. Firmeninhaber Bernhard Pietrucha wurde in die Funktion eines VEB-Direktors berufen.

 

Aus gesundheitlichen Gründen trat er nach kurzer Zeit zurück und war nur noch beratend tätig. Der Direktor-Posten hatte schließlich nicht nur Vorteile: Als VEB-Direktor hätte er zum Beispiel nicht wie ein normaler Rentner zu Verwandtenbesuchen in dem Westen fahren können.

 

Andreas Pietrucha, der Sohn, hatte in Folge die Aufgabe des Betriebsleiters kurz wahrzunehmen. Das war nun für ihn als Freiberufler und künstlerisch arbeitenden Menschen keinesfalls das, was er wollte.

 

Nach einem Jahr kam die Vertragsauflösung. Offizieller Auflösungsgrund: "Kommerzielles Denken"...


Aufgrund der Tatsache, dass der Volkseigene Betrieb (VEB) Mikrolux der DEWAG und später der Fototechnik Berlin angegliedert wurde, war die Notwendigkeit einer eigenen Geschäftsleitung ohnehin entfallen.

 

In dieser Zeit wurden auch - aufgrund entsprechender

 DDR-Studio von Andreas Pietrucha.

Anweisung von oben - Lizenzen und Genehmigungen zur Herstellung von Mikrolux-Stereo-Dias für andere Unternehmen erteilt. Es entstanden somit eine Vielzahl von Anbietern. Zum Beispiel DEWAG-Dia, Haufe-Dia, Fototechnik Berlin, auch kleinere private Labore versuchten sich wieder als Hersteller von „Mikrolux-Stereo“ oder eigener Dia-Serien.


Die Fortentwicklung der Herstellungsverfahren der Stereo-Dias wie Stereo-Dia-Karten im

16-mm-Format wurden von Bernhard Pietrucha teilweise weiter betrieben. Selbst konstruierte Gerätschaften für Kopiertechnik, Labortechnik und Fertigungsautomaten blieben weiter in der Hand des einstigen Firmengründers.



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